2. september 2009

was pizza nicht alles bewirken kann. den job als pizzaverticker bin ich wieder los. zum glück. und das auch schon lange.
ja, lange habe ich nichts mehr geschrieben. und man ahnt vielleicht schon, warum ich jetzt auf einmal wieder das bedürfnis hatte, ein wenig in die tasten zu hauen.

ja der sommer. so ein bisschen kam er mir vor, wie ein flüchtiger aber schöner urlaubsflirt. ein bisschen konnte man ihn geniessen und er war so schön, wie er da war. und auf einmal ist er dabei zu gehen. als wenn er nie da gewesen wär und man kommt sich vor, als hätte man etwas entscheidendes verpasst.
der vergangene winter, der lange genug zurückliegt, sitzt mir noch in den knochen, als wenn es grade erst vor kurzem wäre. anscheinend habe ich ihn nicht genug ausgeschwitzt.
dabei gab es genug grund zu schwitzen. 37 grad im schatten. und das noch vor grade mal zwei wochen. nein, ich will keinen winter.

auch wenn natürlich noch der herbst bevorsteht und auch so mancher herbst schön ist. aber ich merke, was ich brauche. und haben will. hach ja...

habe mich vor kurzem mit einem freund unterhalten. kanada. wie das wäre. und wie abgefahren das wäre mal dorthin zu fahren. also zusammen mit ein paar leuten. an sich nichts unschaffbares. aber man kennt eben doch seine menschen mit denen man verkehrt.
das stichwort heisst urlaub. und den könnte ich schon lange vertragen. raus aus dem loch hier und rein in eine andere welt.
ich hadere damit einmal zur französischen kanalküste zu reisen. ecke le havre und so. normandy reizte mich immer schon, nicht erst nach dem soldat james ryan, aber da stell ich es mir einfach zu toll vor. unvorstellbar toll und so toll, dass man davon schon nachts träumt.

mein anderer traum offen fahren zu können hat sich übrigens nicht erfüllt. jetzt fahr ich nicht offen, aber dafür unweltunbewusst mit gelber plakette und ohne rußfilter.

nein, ich möchte nicht jetzt schon mich daran gewöhnen müssen, nicht mehr mit offenem fenster und laufender heizung autofahren zu müssen.

mal schauen...

1 Kommentar 2.9.09 22:50, kommentieren

Werbung


17.3.2009

schön. der vorbote des sommers ist heute vorbei gefahren wie ein ice durch den bahnhof barmen. und ich hab nichts davon gehabt. stattdessen sitze ich in ziemlich kleinen autos und verteile nahrungsmittel.
"mit bald 24 wird es zeit"...

ich habe nun einen job als pizzabote. geld verdienen kompliziert gemacht. menü? getränk zapfen und eis holen. zuerst die kalten sachen einpacken und erst nachher die warmen. und genauso beim kunden abgeben. und belegzettel nicht vergessen.
was mir wie eine verarsche vorkommt, ist in den gesichtern der eingesessenen einfachste lässigkeit.

nun kann ich mir auch woche für woche die nötige portion stress abholen um meinem traum offen zu fahren in erfüllung gehen zu lassen.
der vorbote des sommer war so schnell weg wie er kam. aber er kommt. und mit ihm der tag, an dem sich gewisse träume und wünsche erfüllen.

es wird schon =)

2 Kommentare 17.3.09 21:32, kommentieren

2.3.2009

minus 20. das muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen. oder besser nicht. selten war ein winter so kalt wie der jetzige.
der winter schien wirklich alles einzufrieren. häuser, straßen, wege, wälder, ganz städte. so auch ich. lange war ich nicht mehr hier.

und langsam, aber wirklich langsam taut die welt auf. und leise kann man das knarzen von brechendem eis hören. bei neun grad und diffusem sonnenlicht. jeder sonnenstrahl und jedes grad mehr sorgen für ein wohligeres leben und sowas wie ein gefühl, nicht mehr ganz so taub von der kälte zu sein.

ihr leben? ich hoffe sie kann mit meinem mithalten.
denn meins wird sprünge machen, wie ich sie selber nicht erlebt habe.

ein traum wird sich erfüllen.

frühling, wir warten auf dich.

2 Kommentare 3.3.09 00:13, kommentieren

montag, der 24. november, 2008

leise knistert sie hin, die zigarette. und nach und nach verpufft sie mehr oder weniger. bis nichts mehr übrig ist, außer einem stinkenden, verseuchten filter. draußen wiederum ist die weiße hölle los. schnee, sturm und schneesturm suchen uns heil. so plötzlich und irgendwie ungewohnt plötzlich, schon fast krass.

um kurz vor zwei uhr nachts gibts grade keinen sturm. schnee rieselt auch keiner. und doch ist es draußen so seltsam hell. kein wunder bei dem ganzen schnee, der alles bedeckt hat.
ich schaue raus. und verliere mich gedanklich in den weiten dieser in diffusem licht eingenebelten nacht...

als ich diesen blog hier anfing kam ich frisch aus einer zeit, die nicht wirklich lang dauerte. aber dafür umso nachtragender war. nach außen hin war man derselbe. aber innen war alles zerstört. allen vorran das herz. es schlug. aber es schlug für niemanden mehr. noch nicht einmal für mich selbst. und die zeit, die folgte, war geprägt von hoffnungsschimmern, schlagenden schicksalen und in einer gewissen weise auch lustlosigkeit.
nach dieser zeit mit dieser person, die eigentlich nur noch einen scherbenhaufen meiner selbst hinterließ, blieb mir letztendlich nichts anderes mehr, als in lustlosigkeit und kälte zu verfallen.

personen kommen und personen gehen. und niemand hat seine spuren hinterlassen, an denen man entlanggehen und sich zurück versetzen könnte, wenn man wollte. ich will kann nicht. und wollen schon lange nicht mehr.

mehr als drei jahre lang haben die personen, die in dieser zeit durch mein leben gingen, getrampelt bis zum gehtnichtmehr. und spuren haben sie trotzdem keine hinterlassen.
was soll man tun, wenn man sich nach mehr im leben sehnt, als nur arbeit, schule und uni? alles pflichten, denen man so oder so nachgeht. mehr oder weniger.

liebe.

drei jahre lang suchen nach einer sache, die man anscheinend nicht mehr kennt. und imbegriff ist, sie grade zu vergessen. das gefühl für ebendiese ist sowieso stumpf geworden. und die suche will nicht enden. besser gesagt, die zeit ohne erfolg will nicht enden.

pünktlich zum ersten neuen schnee nach dem sommer ist die suche zuende. und gewisse geschichten müssten neu geschrieben werden. und viele, viele momente in paradoxer zweisamkeit mit irgendwelchen, trampelnden personen, müssten bereut werden. müssten eigentlich, denn bereuen tue ich nichts mehr.
ich bin dankbar für diese vielen momente der enttäuschung, der angst vor verletzung und des kummers. und nun, wo diese zeit zuende ist, ist mir klar geworden, dass sich das warten gelohnt hat. wobei warten eigentlich falsch ist, denn man weiß nicht und rechnet noch weniger damit, dass auf einmal ein mensch in das eigene leben treten kann, der einen schlußstrich zieht unter eine lange zeit zieht, die voll gestopft war mit nichts.
so leer wie diese nacht.

1 Kommentar 24.11.08 02:21, kommentieren

nerven und ihr raues dasein

hab heute seit langem wieder sterne sehen können. und immer, wenn man sie sieht, freut man sich umso mehr und man sieht immer wieder, wie schön soviele sterne auf einmal sein können.
so viele. und so weit. wohin man schaut, sterne.

ich saß auf dieser holzbank. mitten auf dem land. vor mir, am horizont irgendeine stadt auf einem berg. um mich herum viele bäume. und kühe. denn es muhte immer wieder. still und heimlich. dieser ort, an dem ich mich befand, er ist mehr als nur irgendein ort auf dem land. und diese bank, sie ist mehr als nur eine bank.

hier wohnt sie. nicht weit von der bank weg. wir lieben uns. und wissen es nur noch nicht richtig. und dass ich da bin, das weiß sie auch nicht. was auch gut so ist. zuhause ist sie ebenfalls nicht. ebenfalls gut ist, dass sie grade nicht zuhause ist, in dem haus, an dem ich vor einigen minuten vorbei fuhr.
wenn sie nur wüsste.
wir wollten uns schon einmal die sterne anschauen. gemeinsam. am liebsten am meer. das meer kann warten. aber jetzt sitze ich da und warte selber. vergeblich. denn eigentlich dürfte ich nicht da sein und fasziniert von diesem anblick einer stadt in der ferne, nachts und den vielen, vielen sternen sein. und diese ruhe, als stadtmensch scheint sie einem fast surreal. aber ebenso wunderbar.

fast verliere ich mich für einen moment und schaue mich dann doch ein wenig um. aber weit und breit nichts. sie sagte mir oft, wie schön ist bei ihr ist. und sie hatte recht.
als nachtmensch lernt man dinge auch dann schön zu finden, wenn sie dunkel sind. dunkelheit bietet eine paradoxe geborgenheit. und ebenso fühlt man sich ein wenig verloren.
warum rettet sie mich nicht? weil sie nicht wissen darf, dass ich hier bin. aber es reicht mir fast. nun kann ich sterben und kann sagen, ich war einmal bei ihr.

an sterben denke ich natürlich noch nicht. an sie schon. und was macht sie? alles was macht, ist wunderbar sein. auf ihre eigene art und weise. keine traumfrau in dem sinne. oder doch? so oft war sie in meinen träumen schon präsent. und wenn ich meine tagträume habe, kommt sie ebenfalls oft in ihnen vor. fast schon automatisch ohne es konkret zu wollen. sie taucht einfach auf. also doch eine traumfrau. und eine traumhafte atmosphäre in diesem moment. ein moment, der bitte nicht zuende gehen soll, wäre sie hier.

1 Kommentar 10.10.08 04:33, kommentieren