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tomorrow never dies

den ganzen tag lebst du vor dich hin, zwischendurch machst du dir eine kleinigkeit zu essen. wenn du raus schaust, siehst du viel grau mit h?usern, autos, wald und ein paar menschen. alleine bist du zudem auch, mit dir lebt im moment niemand in dem haus. selbst deine hunde sind nicht bei dir.
im fernsehen l?uft auch nichts sinnvolles, du schaltest den fernseher wieder aus und guckst erneut aus dem fenster. stille. kein ton durchbricht die stille, die das haus ausf?llt, und du stehst mittendrin. man sieht dir an, dass du nicht viel geschlafen hast letzte nacht. deswegen liegst du wieder auf deinem bett und schliesst die augen. bilder tauchen in deinem kopf auf. bilder von besseren zeiten, in denen deine freizeit einen sinn hatte und du sie gerne mit jemandem geteilt hast. heute hast du nur dich und lebst so durch den grauen tag hindurch. mit dabei: sehr viel stille.
w?hrend du durch die stadt f?hrst, siehst du viel, erlebst aber wenig. nun hast du die ruhe, die du wolltest. dir f?llt auf, dass du mittlerweile gar nichts mehr mitbekommst von dem, was um dich herum passiert. alles was du siehst, scheint nichts weiter als ein belangloses schauspiel drittklassiger dorfschauspieler zu sein. du siehst es und mehr nicht. zumal es abends und dunkel ist. zwar ist es den ganzen tag nie wirklich hell gewesen, aber mit der dunkelheit kommt der drang, auszubrechen aus dem haus, welches dich mit deiner stille gefangen zu halten scheint. in wirklichkeit aber bist du frei, du nimmst dich selbst gefangen. die cd, die im autoradio l?uft st?rt irgendwie auch nur. du weisst nicht, was du willst. bei freunden f?hlst du dich heute auch nicht wirklich wohl, du f?hlst dich irgendwie tr?ge und seelisch vollkommen n?chtern. du tr?gst nichts erheiterndes in dir, geschweige denn nichts, was f?r anderseitige erheiterung empf?nglich sein k?nnte.
du stehst an der uni. du denkst an gewisse personen von letzter nacht, wo dein leben funktionierte. heute bist du still aber heimlich in ein kleines loch, tief unten geklettert und keiner hat es gemerkt. du warst auf einmal in deinem loch und hast dort gekauert. du willst aber dort raus, weisst aber nicht wohin. die minuten vergehen, von stunde zu stunde, so scheint es dir. die stadt liegt dir f??en und sie tritt dich klein und blau, obwohl sie doch nichts tut. du m?chtest sie am liebsten verlassen, weisst aber nicht wohin. frische luft tut gut, aber es reizt dich auch weiterhin nichts, und du f?hrst zur?ck nach hause.
dort verf?llst du in m?digkeit, die von minute zu minute st?rker wird. du sitzt vor dem fernseher und l?sst dich mit ton und bewegten bildern einseifen, w?hrend du dich wach h?lst. du schaltest den fernseher ab und es ?berkommt dich ein gef?hl der gleichg?ltigkeit und der wunsch, dass der morgige morgen niemals enden m?ge, um so lange wie es nur geht, zu schlafen...

4 Kommentare 5.2.06 02:54, kommentieren



wenn das bett zum besten freund wird...

der wind weht l?ssig durch die beine, man hat wieder eine kurze hose an, an der algarve im fr?hling. man kann ihn f?rmlich riechen, den langsam aber sicher kommenden sommer mit seiner doch knallharten h?rte. im mai ist die anscheinend beste zeit zum hier-sein. das findest nicht nur du, sondern auch die vielen anderen die auf den strassen rumlaufen und ziemlich nach tourist aussehen. selten stellt man so beeindruckend fest, wie sch?n der weibliche k?rper in den richtigen h?llen sein kann und man w?rde ihn manchmal in vollen z?gen begutachten wollen. dann ist da einfach dieses wetter. die sonne scheint und heizt effizient die luft auf, das heisst nicht, dass es zu warm ist, sondern genau hawaiihemd tauglich. und die luft riecht nach den hiesigen blumen, von denen es hier viele gibt. die sonne, die sich fast schon unangenehm auf dem meer spiegelt, scheint von allen seiten zu scheinen, ihre w?rme mischt sich unter das gros von reizen, die nur darauf warten, von dir aufgenommen zu werden wie spermienzellen bei der befruchtung einer eizelle.
unterwegs h?re ich ein seltsames ger?usch. dieses ger?usch entpuppte sich sodann als die stimme meiner mutter, aber ich sah sie nirgends, wohin ich mich auch drehte. auf einmal merkte ich, dass ich schwitzte, kopfschmerzen und halsschmerzen hatte. ich befand mich auf meinem bett und hatte nur getr?umt...

3 Kommentare 6.2.06 19:59, kommentieren

nur zu besuch

eigentlich bist du mir manchmal richtig auf die nerven gegangen, mit deiner ganzen art und weise. wenn du mich angerufen hast, kam dein anruf nicht selten ungelegen. manchmal hast du mich einfach nur gest?rt und genervt. aber das wollte ich dir nie sagen. manchmal aber warst du ganz lustig, wenn du wieder ?ber deinen freund hergezogen bist, obwohl du ihn gemocht hast, und er dich. mit dir rumh?ngen bedeutete abschalten, ein etwas anderer mensch sein. einmal habe ich von dir getr?umt, eigentlich ein sch?ner traum. vielleicht kennst du ja diese tr?ume, in denen du von einer person tr?umst und am morgen danach immer an sie denken musst. du hast auch dazu geh?rt. mit deinen 16 jahren warst du oftmals reifer als andere im selben alter. das hat dich angenehm vom rest abgesetzt. wenn du kummer hattest, hast du nicht selten meine nummer gew?hlt. auch wenn ich dir manchmal nicht helfen konnte, zugeh?rt habe ich dir immer gern.
deinen freund habe ich manchmal beneidet, irgendwann aber wusste ich, dass er eigentlich gl?cklich sein d?rfte. manchmal habe ich euch beiden gemeinsam gesehen und habe mir einmal gew?nscht, ich w?re an seiner stelle. aber das konnte ich dir nie sagen. wenn ich mal wieder probleme hatte, warst du da, zumindest hast du es versucht. du hast niemals der welt etwas b?ses gewollt, sie dir aber. geg?nnt hat man dir auch nicht sehr viel, du aber hast vieles vieles geg?nnt, ich dir mehr.
mit deinen 16 jahren warst du zweifelslos mehr frau als m?dchen, das fanden auch viele andere. du hattest auch soetwas wie stolz, und du hast ihn durch setzen k?nnen. eine starke pers?nlichkeit w?rden andere heute sagen. auch wenn es mit dir manchmal nicht einfach war und du bis zum schluss kompliziert sein konntest, hattest du meiner meinung nach oftmals was besseres verdient. aber das h?tte ich dir mal sagen m?ssen.

irgendwann kam dann aber diese krankheit ?ber dich, die dich nie mehr los lassen sollte. und niemand konnte dich davon befreien. selbst in harten momenten hast du versucht, stark zu sein, manchmal hast du aber nachgegeben. w?hrend dieser zeit h?tte ich mir alles gew?nscht um dir zu helfen, und helfen konnte dir aber niemand mehr. vergessen hat dich aber auch niemand. vor allem ich nicht. und das kann ich dir nicht mehr sagen.

7 Kommentare 8.2.06 17:08, kommentieren

grippe, frauen und andere krankheiten

die person neben mir an der ampel denkt bestimmt auch, was ich so bl?d rumheule. dabei tr?nt mein auge in gewissen regelm??igen abst?nden fr?hlich vor sich hin, jede frau w?re neidisch auf mein auge, soviel ausfluss wie es hat (auch die bl?desten witze m?ssen mal sein). nach einem tag tr?nen wegwischen, ist die haut um meinem auge herum mittlerweile ganz sch?n gereizt. dahin kommt dann noch dieser dicke kopf, die eben angesprochenen juckenden augen und husten.
wie vergessen scheint das alles, wenn ich meine neue passion auslebe, die e-gitarre. in der schule habe ich gl?cklicherweise ab und an die m?glichkeit, ein paar saiten zu zupfen. smoke on the water, sofern bekannt, ist mein erstes ziel. ansonsten: ich will rocker werden!! zumal ich eigentlich garnicht da rein passe, in dieses bild eines rockmusikers. aber wohin pass ich schon...?
genug rhetorik f?r heute. hab entschlossen mit dem rauchen aufzuh?ren. einige w?rden jetzt ja-sagend mir einen vogel zeigen. aber irgendwie hab ich da auch keine lust mehr drauf, auf dieses gerauche. zumal das auch noch geld kostet. aber nach und nach hab ich die erfahrung gemacht, dass vorteilhafter ist, nicht zu rauchen.
ansonsten war der tag eigentlich nur ?tzend. hab heut wieder dinge gesehen, die eigentlich nicht sein k?nnen. muss wohl an den medikamenten liegen. und: schmerzmittel auf alkohol ist keine gute idee. aber darauf h?tte ich auch selber kommen k?nnen....

4 Kommentare 9.2.06 20:50, kommentieren

jetzt

l?cher. man kennt sie als element einer schlechten strasse, man assoziiert frauen mit ihnen. oder man f?llt in tiefe l?cher...


irgendjemand, der eine liebe nah an dieser hat,
weiss, was ich sage.
irgendjemand, der sich einen wunsch erf?llen will,
weiss, wie ich mich f?hle.

alles, an was ich denken kann, bist du und ich,
wie wir die dinge tun, die ich tun will.
alles, was ich mir vorstelle, ist der himmel auf erden,
ich weiss, dass du es bist.

irgendjemand, der schon einmal im regen gek?sst hat,
kennt die ganze bedeutung.
irgendjemand, der schon einmal im licht stand,
braucht keine erkl?rung.

aber alles erscheint mehr oder weniger sinnlos,
blau und kalt,
durch den nachmittagsverkehr gehend,
ich vermisse dich so.

irgendjemand, der f?hlt, wie ich es tue,
irgendjemand, der nicht bereit zu fallen war,
irgendjemand, der liebte wie ich es tue
weiss, es passiert niemals.
es ist zuende, wenn es zuende ist,
was kann ich tun?
jetzt, wo es zuende ist?

alles sieht mehr oder weniger sinnlos aus
und f?rbt grau ab.
liege wach in einem ozean von tr?nen,
ich treibe weg.

irgendjemand, der f?hlt, wie ich es tue,
irgendjemand, der nicht bereit zu fallen war,
irgendjemand, der liebte wie ich es tue
weiss, es passiert niemals.
es ist zuende, wenn es zuende ist,
was kann ich tun?
jetzt, wo es zuende ist?

2 Kommentare 16.2.06 23:47, kommentieren