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learning to fly

ferien. zeit zum mensch-sein. ferien, das ist diese insel neben dem weg des lebens, die dich, wie in watte eingepackt, vor vielen bösen dingen schützen kann. man hat zeit für freunde, freunde haben zeit für dich. zum glück...

die sache mit nadia ist jetzt vielleicht vier wochen her. nach und nach lässt der krampf mich los. leider schmerzen krämpfe, nachdem sie weg sind, noch eine gewisse zeit.
warum nur musstest du so aus meinem leben verschwinden?
ich denke oft an sie, reden tue ich nur noch selten mit ihr. auf unseren getrennten wegen sehe ich sie am horizont immer kleiner werden. es ist, als wenn sich unsere wege mitten in der kasachischen wüste getrennt hätten. wir gehen seit wochen nicht mehr nebeneinander her aber man sieht sich trotzdem am horizont kleiner werden, immer kleiner, bis zu dem tag, an dem nichts mehr von uns übrig ist. und mein nacken schmerzt, weil ich ständig in ihre richtung schaue, ob sie noch zu sehen ist.
allein schon die bildliche vorstellung, irgendwie bedrückend.

mal wieder ist es sonntags. dazu scheint die sonne. und kalt wird es auch langsam - willkommen herbst. selten hab ich mich nie so auf dich gefreut wie jetzt. mit dem herbst assoziiere ich in gewisserweise den tod. vielleicht liegt es daran, dass viele, besser gesagt alle blätter im herbst ihren biologisch festgelegten tod finden, oder aber dass der herbst auch der frühe lebensabend eines jahres ist. man muss schon etwas drüber grübeln.

wenn ich in den himmel schaue sehe ich wieder soetwas wie blaue farbe. aber in meiner reise, die jetzt seit vier wochen andauert, habe ich das gefühl etwas verloren zu haben, wonach ich nicht suchen kann, weil ich es nicht finden werde.

willkommen im leben. da musst du einfach durch, das erleben alle mindestens einmal. du bist also nicht alleine
allein sein. schönes stichwort. es wird zeit dass man seinen weg im leben etwas schneller geht und sich mit den schönen blumen am wegesrand beschäftigt. wege werden sich noch viele trennen. aber nicht jetzt. weiter gehts....

15 Kommentare 8.10.06 14:28, kommentieren



donnerstag abend

schön gesagt.
dein herz wär bei mir an der richtigen stelle?

mag sein.

aber ich will es nicht mehr haben.
auch wenn ich, so kommt es mir vor, jahrelang dafür gekämpft habe, so ist es bei mir jetzt fehl am platze.
tatsächlich tut es mir sogar so etwas wie leid, dass ich das sage, bzw sagen muss.
und auch wenn du einfach wieder gehst, weil dir ja alles zu blöd ist, mach das und werde glücklich.
es ist noch nicht weit her, da hätte ich deswegen ein schlechtes gewissen gehabt.

aber jetzt?

jetzt driftest du mehr und mehr ins abseits.
um ehrlich zu sein würde ich das nicht gut finden, wenn du im abseits dein leben in mir fristest, aber anscheinend bist du zu blind, zu taub, du bist zu sehr du, um zu sehen, was ich dir sagen will.

und werde auch nicht mehr bereit sein, mittel zu benutzen, die über das menschliche hinaus gehen...

12.10.06 20:14, kommentieren

irgendwann im oktober

der herbst steht vor meinem fenster. vor meiner haustüre, ja schon fast vor meinem bett. die birke, auf die ich grade schaue, wird von tag zu tag brauner, schönes bild, aber es erinnert mich zu sehr an verfall. bald wird kein blatt mehr an seiner krone hängen.

juli - november

herbst gehört zu diesen dingen, mit denen man sich arrangieren muss, um sie zu ertragen. und er macht es einem im moment leicht, sich mit ihm zu verstehen.
schocktherapie.
wer menschenscheu ist, soll ein bad in der menge nehmen.
wer angst vorm fliegen hat, soll in ein flugzeug steigen und abheben.
und wer den herbst nicht mag soll raus gehen... so wie jetzt.

1 Kommentar 16.10.06 17:18, kommentieren

freitag abend

eine verkettung unglücklicher umstände.

... wie ein sägeblatt, das sich in meine haut geritzt hat und dabei ist bis zum ende durch zu sägen, bis meine knochen ihren hellen staub aushusten und nachher die letzte faser meiner haut reisst.

ich hätte vorher nachdenken müssen bevor ich das tat, was ich tat.

ist das alles noch normal?
ich wäre heute abend zwei mal gestorben wenn ich nicht aufgepasst hätte.
wieso habe ich dieses ungute gefühl, dass ich dieses wochenende nicht überleben werde?

2 Kommentare 20.10.06 23:54, kommentieren

ein neuer weg

wieder hier.
dieses wochenende gedachte ich an der see zu verbringen.
lange war ich nicht mehr hier, gut drei monate, und vieles erinnert mich an letzten sommer, an eine gewisse person und daran, dass alles mal ein ende haben wird.
für herbstmelancholisten und consorten ist die nordsee in diesem moment ein paradies. grau wie stein, genauso ungemütlich und windig. fehlt nur noch die kälte, aber die hat sich bisher noch nicht eingestellt.
mal schauen, ich werde gleich mal ans meer, bzw. an den hafen fahren, mit dabei musik, vielleicht von den toten hosen oder von grönemeyer.

nein, schön ist das alles nicht, aber medizin soll ja helfen und nicht schmecken.

"darf ich dir hallo sagen, wenn ich dir über den weg laufen sollte?"
ja darfst du. aber es wird nie passieren.

und ich muss wieder daran denken...
...irgendwann im november, ob dus willst oder nicht, irgendwann im november werden wir uns nicht mehr sehn...

21.10.06 16:03, kommentieren