Archiv

mein monat

schön dich wieder zu sehen, mein elfter monat.
20 mal haben wir uns bisher gesehen, und nie warst du so schön wie heute. manchmal weinst du.
aber warum?
hat dir jemand etwas getan? wohl kaum.

hast dir aber mal gedanken darüber gemacht, dass du vielen unschuldigen menschen das leben mit der anwesenheit schwer machst?
dich trifft keine schuld, du bist eben so.
so wie die menschen eben menschen sind.
für viele bist du eine muse, für andere bist du ein nichts, ein nichts in ihren köpfen. und das ist dein pech, dein schicksal.

am tage deiner ankunft lachst du viel, und wir lachen mit dir.
aber was ist, wenn wenn deine laune wieder umschlägt?
wenn du wieder weinst? werden wir mit dir weinen?
wir werden leiden. und das lange, wenn du es so willst.

schön dich wieder zu sehen.

1 Kommentar 1.11.06 15:12, kommentieren



wieder etwas schönes

der monat november ist mein monat des wiedersehns.
kälte, herbst und wind, was habe ich euch vermisst.
ihr habt mir immer das leben schwer machen wollen.
oft mit erfolg.
aber dieses mal scheint es anders zu kommen.


die welt ist mal wieder so ungewohnt, und doch bekannt, ergraut.
sie hat ihre schlimmste seite zu uns gedreht und hört, einer nach den anderen, die menschen in löcher fallen.
als wenn sie es extra macht.
ich schau den leuten hinterher, wie tief sie fallen, reiche ihnen meine hand.
doch zu spät.
ich höre sie auf den boden der tatsachen aufprallen wie ein tropfen wasser auf einem heissen stein, bis nichts mehr von ihnen übrig ist als ein flecken, ihre seele, auf dem stein.
ich sehe, die menschen gehen nicht freiwillig, etwas zieht sie in die tiefe, aber was es ist, das kann keiner sagen.
es packt mich am arm, am bein, es will mich verschlingen.
wie jedes jahr, und du weisst, du hattest jedes jahr erfolg.

aber die zeiten ändern sich, mein seltener freund.
diesmal werde ich hier stehen, und dich dabei beobachten, wie du dich mühst.
und ich werde mich kein stück mit dir bewegen.
genug freunde hast du verschlungen, nicht genug hast du frei gelassen.
irritiert es dich etwa?
ich muss gestehen, mich irritiert es, und es macht einen stark, wahrscheinlich stärker denn je.
und du wirst der erste sein, der es zu spüren bekommt,
mein seltener freund.


ob sie weiß, dass sie mir mit ihrer entscheidung das leben sehr erleichtert hat? ich müsste es ihr mal sagen.

das ist es,
die kunst etwas zu verlieren, um zu gewinnen.

1 Kommentar 6.11.06 19:14, kommentieren

entdeckung neuer menschlicher abgründe

du würdest dinge tun, für die du dich eigentlich einsperren würdest.
du würdest, wenn du könntest, berge versetzen.
du würdest, wenn du könntest, bäume ausreissen.
du würdest, wenn du könntest, den hunger der welt stoppen.
du würdest, wenn du könntest, alles tun.

für sie.

und jetzt?

du reichst deine hand, aber man will lieber ertrinken.
du reichst wasser, aber man will lieber verdursten.
du reichst brot, aber man will lieber verhungern.
du veränderst dich, aber man lacht dich aus.

all das soll wohl vorkommen. wie reagierst du darauf?

du kannst nicht schlafen.
du kannst nicht klar denken.
du kannst nicht aufhören, von einer sache weg zu kommen.
du kannst dir nicht eingestehen, dass es so kommt.
du kannst nicht einen grund finden, warum es so kommen musste.

so warst du immer, weil du einfach du bist.
und es machte dich menschlich.

und was ist, wenn du gut schlafen kannst?
wenn du klarer denn je denken kannst?
wenn du besser denn je dich auf andere dinge konzentrieren kannst?
wenn dir egal ist, dass es so kam?
wenn dir dein los egal ist?

dann darfst du grinsen und dich darüber freuen, eine neue seite an dir entdeckt zu haben, dir die die kraft gibt zu hassen, von dem du nie von der seite weichen wolltest.

1 Kommentar 10.11.06 00:13, kommentieren

ein traum

meinst du, wir sehen uns noch einmal wieder?


ich weiß es nicht, ich hätte wahrscheinlich nichts dagegen dich wieder zu sehen. fragt sich nur wann.


zeit haben wir ja, zumindest ich.


ich kann mir die zeit nehmen. du musst mir nur sagen, wann du gerne lust hast.


ich glaube, dann würde ich dich in einer stunde fragen, ob ich dich nicht heute noch abholen könnte.


guck mal auf die uhr, wir haben gleich mitternacht.


du hast mich gefragt, wann ich wieder lust hätte dich zu sehen.


morgen ist schule, du bist doch verrückt.


nein. ich glaube ich bin nur verliebt.... schlaf gut.




ich bin mit dem zittern in meiner rechten hand wach geworden,
mit dem zittern in meiner rechten hand habe ich mir meine erste zigarette, um 13.26h, angezündet.
dieses zittern.
ein relikt aus einer vergangenheit, an dem gut und böse sich abends auf ein bier getroffen haben.
und heute?
das gute macht die leute böse, das böse lässt keinen platz mehr für gutes.
liebe ist etwas gutes.
und diejenigen, die mit ihr in berührung kommen, verfallen bald dem bösen nachgeschmack einer zeit, die sie unverwundbar macht.

ich würde dir so gerne helfen, aber wie?
sag es mir, und ich werde dir helfen.
aber kann man dir helfen?
du bist so matt geworden, man kann kaum in dich rein schauen.
und das, obwohl du es uns allen so leicht machst, sich ein bild von dir zu machen.
mittlerweile bist du selbst für mich nicht mehr der, den ich mal kannte. und nach und nach muss ich mir eingestehen, dass du das schon lange nicht mehr bist. sehr lange.
allmählich verfluche ich diese frau, und das, was sie mit dir gemacht hat.
oder soll ich sagen, was aus dir gemacht hat?
manche menschen müssen erst ins kalte wasser gestoßen werden, um klar zu sehen.
aber dir würde ich es nicht wünschen.
sag uns bitte, wie wir dir helfen können.

26.11.06 14:13, kommentieren

irgendwann im november, 2006

kalt.
das erste mal ist es wieder richtig kalt.
und schöner denn je.
blauer himmel spannt sich über den ganzen horizont, wohin man nur schaut.
selten habe ich mich gefreut kälte zu spüren wie jetzt.

mit den händen in den jackentaschen vergraben gehe ich durch die strassen.

schmerz?
alles was im moment reizt, ist die kälte, der wind, die sonne.
aber es gibt etwas, dessen ich mich entledigen muss.
aber was ist es?
ein ballast, den ich nicht zu identifzieren vermag.

er trägt auch ballast in sich. und das ist mir klar geworden.
klarer denn je. aber warum legt er ihn nicht ab?
kann er nicht?
sind ihm die hände gebunden, während ihn sein ballast mehr und mehr erdrückt?
versinkt er mehr und mehr während er vor sich hin stolpert, und keiner hilft ihm?
bald läuft ihm der sand in die schuhe, und der sand wird ihn aufnehmen wollen.
wenn er ihn nicht bereits schon hat...

14 Kommentare 30.11.06 23:32, kommentieren