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silvester und andere beschwerliche umstände

verdammt, 1.1.2007. habe es verpasst einen jahresrückblick revue passieren zu lassen.

die ersten monate sind geprägt gewesen durch die schule, abitur. kummer, angst und andere sich auf einmal auftretende umstände machten sich breit. depressionen übelster sorte, richtungslosigkeit, müdigkeit, langeweile. das frühjahr 2006 war kein schöner ort zum verweilen und entspannen. alles hatte für mich so einen gewisse n endzeitpragmatischen charakter, bezüglich der schule und dass ich es vielleicht nicht schaffen werde. das lieben zog auf einmal schneller an einem vorbei, als man hätte rennen können.
ich hoffte zu diesem zeitpunkt, dass der anfang des jahres sich charakterlich nicht wie ein roter faden durch den rest des jahres ziehen wird.
irgendwann war es soweit, abiphase, spannung ist auf dem höhepunkt seines erreichbaren. und alles ist aus. zu ende. ich sehe freunde gehen, und viele neue kommen. das jahr zu wiederholen schadete mir (bisher) nicht, ebenso wenig bereue ich es. es zeigte sich, wen man als freund bezeichnen kann und wen man neu dazu zählen kann. leider gab es diesbezüglich auch gewisse verluste, wo ich heute nicht mehr weiss, damit umzugehen. ob es für immer ist oder ob man sich anstrengen soll, verwässerte freundschaften wieder zubeleben? wer weiss das schon.

der sich anschliessende sommer war ein erlebnis. die fußball-wm in deutschland, ein sommermärchen, auch was das wetter angeht. in einem meer von schwarz-rot-goldenen fahnen unterzugehen war ein erlebnis, von dem ich nie gedacht hätte, dass es eins werden kann. eine zeit, vielleicht die beste des jahres, die man nie vergessen kann. und nie vergessen wird.
die hitze im sommer 2006 war selten so penetrant, ein richtiger sommer zum erinnern.
kurz zuvor hatte ich nadia kennen gelernt. wenn ich mich im groben an 2006 erinnere, wird sie einen platz im sommer einnehmen. zwar habe ich die frau im april schon kennen gelernt, als es so langsam anfing, mit dem wetter besser zu werden, aber erst im sommer kam ich ihr näher. eine schöne zeit. zu denken, dass man endlich jemanden gefunden hat, mit dem man alt werden will, ist etwas schönes. es tat mal ganz gut wieder soetwas wie einen schönen lebensinhalt zu haben. auch hier musste man dann sagen, dass es nicht gehen kann. worüber ich im nachhinein nicht traurig bin. ich wünsche ihr nur, dass es ihr gut geht.

der sommer zog sich lange hin, einen richtigen herbst gabs nicht so wirklich. herbstdepressionen stellten sich nicht ein. komischerweise. vielleicht lag es an diesem sommer. das viele licht, die viele wärme hatten mich stark gemacht. mittlerweile hatte auch die schule wieder angefangen und viele neue und nette leute lernte ich kennen und viele alte bekannte lernte ich neu kennen. ein eigentlich angenehmer herbst. alles lief besser als gedacht. ich hatte keine wirklichen sorgen. das ist zu dieser jahreszeit mehr als verwunderlich. aber angenehm verwunderlich. so wie es im moment läuft hoffe ich sehr, dass es auch so weiter gehen wird, dass 2007 endlich mein jahr wird.

einen winter gabs nicht. vielleicht auch besser so.
nun ist das jahr zuende gegangen und ein neues hat schön begonnen. ich bin gespannt wie es wird.

ein frohes neues jahr.

1 Kommentar 1.1.07 14:42, kommentieren



sonntag mittags am bahnhof

immer, wenn man in den zug steigt, um irgendwo weiter hin zu fahren, dann ist der moment, in dem man den zug betritt, immer unbewusst ein moment, in dem eine flucht beginnt. überhaupt hat dieser anblick einer offenen zugtüre einen irgendwie schon symbolischen charakter, erst recht für leute, die wichtige dinge in ihrem leben mit zugfahren verbinden mussten.
wie mag es sich aber anfühlen vor einer offenen türe eines abfahrbereiten zugs zu stehen, der dich dort hinbringt, wo man ab dann bleiben wird?

wie ist es wohl zu wissen, dass man nicht mehr nach hause kommt?
wenn man sich umdreht und um rund zum letzten mal seinen heimatbahnhof sieht? ausgerechnet wäre an diesem tag das wetter auch noch gut, was besonders selten war, wenn du an diesem bahnhof gewartet hast. die ganzen leute mit dir hast du noch nie gesehen, und wie so oft wird man sie zum größten teil alle nicht mehr wieder sehen. weil jetzt steigt man in diesenn zug und es geht ab nach woandershin, weit genug weg um alles hinter sich zu lassen. und trotzdem nah genug um zurück zu kommen. freunden kehrt man nicht den rücken zu und so bleibt immer eine möglichkeit zu ihnen zu kommen.

1 Kommentar 9.1.07 00:13, kommentieren

es bleibt nicht mehr viel zeit... (update!!)

als ich letztens im bus saß und snow von den rhcp gehört habe, dabei die leute und die gegend beobachtete, dachte ich mir, was ich noch alles machen möchte, bevor ich sterbe.
ich habe eine kleine to-do-list angefangen. dabei ist die reihenfolge nicht wichtig:

den jakobsweg nach santiago de compostela pilgern.

mit franziska ins rockoko gehen.

mit sarah ins bel-air gehen.

inna treffen und fragen wie es ihr geht.

in cola baden.

nadia eins auswischen.

mit andy zur nordsee fahren.

ein wochenende mit jill verbringen.

mit dem zug durch kanada fahren.

auf der route 66 cruisen.

mit dem rauchen aufhören.

morgens nach hamburg fahren, einen schönen tag dort verbringen und abends wieder nach hause fahren.

nochmal mit sandra ins bett gehen.

mit linda ins bett gehen (ja andy und stefan, DIE linda^^)

mit steffi salsa tanzen.

das alte auto meines vaters fahren.

lars eine aufs maul hauen.

mit simone ins bett gehen.

mit den leuten silvester feiern, mit denen ich silvester 06/07 gefeiert habe.

mit jasmin nach london fahren.

auswandern....

fortsetzung folgt.



update 11.12.2007:

den neuen bmw x5 fahren

eine nachtwanderung mit den nawa-leuten im sommer nach düsseldorf an den rhein mit anschliessendem frühstück bei sonnenaufgang

auf ein grönemeyerkonzert gehen

mit andy zum strassenbahnmuseum kohlfurt gehen

nochmal we will rock you in london besuchen

mit dem winni einmal moped fahren

fortsetzung folgt....

12 Kommentare 11.1.07 23:54, kommentieren

eine neue entdeckung

es sieht so aus, als wenn es bald vorbei ist.
ich habe nicht nur einmal mit matthias und mit andy und mit noch mehr sehr vielen, mir wichtigen leuten darüber gesprochen.
im sommer, wenn mein kapitel schule vorbei ist, wird mein bisheriges leben vorbei sein. die schule, sie zieht sich wie ein blutroter faden durch mein leben. mein bisheriges leben. die schule, an ihr hängt alles bisherige, wie an einer wirbelsäule. bald wird sie ihren 34. wirbelknochen erreicht haben.
und was ist dann?
der kopf?
ich weiss nicht wie ich das bild der wirbelsäule weiterführen kann.
aber es wird danach ein neues kapitel in meiner lebensgeschichte anfangen. alles wird anders sein. besser. so, wie ich es mir schon lange ersehne. auch mit mir wirds nicht mehr so sein wie bisher.
behaltet meinen anblick in eurer erinnerung. heute in einem jahr werde ich jemand anders sein. und ihr werdet euch fragen wer ich bin, der vorgibt der zu sein, der ich im moment noch bin.
es kann nicht mehr so weiter gehen.
das leben bietet noch viele dinge, die entweiht werden möchten.
und ebenso gibt es dinge, die noch eingeweiht werden.

doch was bringt einen menschen zu soetwas?
es ist der verlust.


in meinem traum, da war es kalt
und dunkel. das wasser war kalt in dem wir uns befanden. eiskalt.
und dunkel.
und das im sommer. deine küsse waren warm
und voller sehnsucht nach mehr. doch dann hast du deine augen verschlossen.

die welt konnte nicht mehr in dich blicken. und
deine kräfte verließen
dich, nachdem
du mir ein versprechen zuflüstertest, dass
du wieder zurück kommen wirst. aber es war zu spät.
du tauchtest, mit einer hand nach mir ausgestreckt unter.

sah ich dir etwa qualen an? und
schmerz?
ich spürte ihn in mir. bis zu dem zeitpunkt, an dem
du dein versprechen einlösen wirst. und selten
habe ich so sehr an dich geglaubt wie jetzt.

1 Kommentar 17.1.07 00:46, kommentieren

...

ich weiss nicht, woher das alles kommt.
gestern noch ein fels in der brandung,
heute ein partikel eines aufgewirbelten staubkorns,
das so wehrlos ist, wie ebendieses, das von der turbine eines flugzeugtriebwerks aufgesogen und eleminiert wird.
ja, und das ist es, an was ich im moment denke.

ich muss raus hier....

1 Kommentar 17.1.07 22:34, kommentieren