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punkt


euch sterblichen von morgen


prophezeih ich


heut und hier


bevor noch das letzte jahrtausend beginnt


ist der einzige gott, dem jeder dient


die unstillbare gier...


das schlimme daran ist, dass es stimmt

10.5.07 16:41, kommentieren



air - cherry blossom girl

er ist groß geworden, der druck in meinem kopf.
nicht nur, dass ich mehr sachen lerne, die für mein späteres leben auf aberwitziger weise gut sein werden, es schwirren und klirren dinge in meinem kopf, die manchmal zu klebrigen massen braun-grauer farbtöne werden, wolle man sie einmal bildlich beschreiben.
es geht mir nicht schlecht und angst habe ich auch keine. es ist nur so, dass wenn man zuviel zeit hat, ebenfalls zuviel zeit zum nachdenken hat. wieder ist eine nacht vergangen, in der ich mich nicht zur ruhe legen konnte. und es werden langsam aber sicher immer mehr. es ist immer dasselbe. es sind so unnötige dinge wie kummer, gedanken über seine zukunft und menschen, die man nicht vergessen sollte, und vielleicht doch vergessen sollte.
jetzt in diesem moment schimmert leicht geblich die sonne durch diese morgentlichen wolken, ein grau-gelb mit vogelgezwitscher. der wievielte morgen ist das, den ich unter diesen umständen miterlebe? es werden sicher noch viel mehr werden, das steht fest.

allmählich habe ich mal gemerkt, dass ich mir nicht so sehr über die gründe gedanken machen sollte, warum ich nicht schlafen kann, sondern eher über den umstand an sich. klar, steffi ist ein grund. pädagogik auch. und der gedanke, ob es sich lohnt, die augen für zwei stunden zu zu machen ebenfalls. aber nein, einer weiblichen person weine ich nicht hinterher. oder doch? und über meine pädagogik mache ich mir ebenfalls keine sorgen. und ja, zwei stunden können wunder bewirken, der tag wird nicht locker werden.

am liebsten würde ich alle meine triebe, die mir in der stadt über den weg laufen an ort und stelle ausleben. das leben ist so schön. und es läuft so einem vorbei wie die jahrestage vergangener schöner zeiten, wo die welt noch fast in ordnung war. nein, vor fünf jahren hätte ich mich auf anmütigste art und weise meines lebens entledigt, wäre ich damals mit meiner jetzigen situation konfrontiert worden. und heute bin ich auf einer seltsamen art und weise dankbar, dass ich so abgestumpft bin, dass ich, wie der graf von krolock, ewiges leid in kauf nehmen würde, um etwas glück zu erfahren. warum dankbar? seit dem 2. juni 2002 bin ich von tag zu tag zäher geworden. und stumpfer. manchmal sogar im zeitraffer.
wo könnte ich am 2. juni 2012 sein? unter euch sein um von oben auf euch herab zu schauen um zu sehen, dass die zeit seit dem 14. november 1985 eigentlich mein größtes geschenk war?
oder werde ich mit euch in der hölle sein um die frage nach gott zu stellen?

selten habe ich mich morgens schon so gefreut ins bett zu gehen wie in diesem moment...

1 Kommentar 18.5.07 06:21, kommentieren

beste freundschaft

ich dachte schon, es passiert nie.
etwas, was eigentlich gar nicht sein kann, ist nun eingetreten. ich denke, es ist an der zeit, mich meinen leuten neu vorzustellen. fast schon bin ich mir selber fremd geworden. und es tut gut. selten war aufwachen so schön wie jetzt.
nun kann ich gehen und mich in ein holzbehältnis legen und sagen, dass es vorbei ist. die letzten zwölf monate waren härter als jeder bis dato dagewesener abschied. zwölf monate meines lebens, 365 morgende, an denen ich aufwachte und vom gefühl her jeden moment mit einem bein schon im sarg stehen konnte.
was ich am liebsten gemacht hätte? ich wäre vor den nächsten baum gefahren....
und jetzt? jetzt stehe ich bei einer person so tief in ihrer schuld, dass ich wahrscheinlich nie mehr schuldenfrei sein werde.
einer person, von der ich sagen muss, dass ich mich nie umbringen würde, weil ich ihr nie diesen unendlichen schmerz zufügen würde. und sie hat es geschafft, mich dazu zu bringen es zu schaffen.

hallo neue welt,
und vielen dank an diese person.

24.5.07 03:37, kommentieren