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"Nächster Halt: November 2007"

nein, dieses jahr ist alles irgendwie anders.
meine schulzeit liegt bald ein halbes jahr zurück und damit auch mein oft beschriebenes ende jenen kapitels in meinem leben, dem ich soviel zu verdanken habe. aber nicht nur positivem.
dieses jahr heisst das motto: freunde kommen, freunde gehen.
das ist in diesem jahr nicht nur name sondern auch programm und muss feststellen, dass es soviele schöne dinge im leben gibt, die im moment in so weite ferne gerückt sind.

warum müssen sich menschen so verändern, dass man sich wünscht, ihnen möglichst nicht über den weg zu laufen? und das, obwohl man im selben moment daran denkt und sich zurück erinnert, dass man mit genau diesen menschen vor etlichen jahren einmal schwerste hindernisse und schwierigkeiten überstanden hatte. selbstverständlich heisst es, dass menschen kommen und gehen. aber ein mensch ist kein gebrauchsgegenstand, kein altes auto, das nicht mehr lohnt, behalten zu werden. es läuft sovieles falsch, und doch läuft so vieles gut. man weiss nicht, an was man sich orientieren soll, viel gutes und viel schlechtes. und dazwischen steht man alleine. von oben kommt gutes, von unten der abrieb, wie haare, die geschnitten werden. dass irgendwann nichts mehr vom ursprünglichen mensch über bleibt scheint da logisch. und traurig.

ich habe angst davor, dass irgendwann nichts mehr von meinem ursprung übrig geblieben ist, und doch frage ich mich, ob er nicht schon lange gegangen ist.
wir leben neben genies und merken es nicht. wir leben neben verbrechern und machen nichts. und wir verlieren unsere freunde und tun nichts.

diese nacht wird wahrscheinlich die schönste in dieser woche werden, denn selten war ich so müde vom leben wie jetzt grade.
bis um 5.30h der wecker klingelt und ein tag beginnt, an dem ich über die eben geschriebenen zeilen und deren inhalte nachdenken kann.

15.11.07 00:42, kommentieren



"dieser zug endet hier"

weisst du noch? vor einem jahr?
hätte ich damals gewusst, was wir in uns anrichten, ich hätte mich auf der stelle umgedreht und wäre gegangen, in der hoffnung, dass wir uns nie mehr wieder sehen. wie zwei kleine kinder waren wir naiv und taten, was am ende nur dumm sein konnte. doch für den moment gab es nichts besseres.
du rochst nach rosen und dem duft von liebe, ich erkannte es aber empfand nicht mehr als das angenehme an diesem duft, ohne weiter auf ihn einzugehen. du musstest es irgendwann merken, doch getan hast du nichts. bis zum schluss, als ich dir sagte, dass ich gehe und dich alleine lassen werde.

deinen brief, deinen letzten, ich habe ihn drei mal durch gelesen. und drei mal fragte ich mich, ob du es wirklich ernst meinst mit dem, was drin stand, dass ich mein leben so leben soll, wie ich es mir vorgestellt habe, und dass du mir viel spass in kanada wünscht, dass du auch eines tages dorthin gehen willst. und dass du das alles bestimmt nicht so trocken runter schreibst.

und nun stand ich, mit deinem brief in der hand, an dem ort, an dem ich dich nie gehofft hatte, wieder zu treffen.
du bist die jüngste in deiner reihe, und dein grabstein ist so grau wie der himmel, in dem du grade bist.

damals war mir bereits klar, dass ich dich nie vergessen werde.

1 Kommentar 22.11.07 19:05, kommentieren

It's too late to apologize

eben im auto, dieses lied, und diese dunkelheit.
ich dachte darüber nach, wie das alles passieren konnte.
und ob es passieren musste.
in dem lied, das ich höre, es ging darin, dass ein mann einen schlussstrich zieht und dass es zu spät für entschuldigungen ist. entschuldigungen und schlussstriche, zu oft sprach ich sie aus.
und erst jetzt merke ich, wieviel wert so eine entschuldigung haben kann, obwohl sie eigentlich niemandem etwas bringt, ausser einem selber. an dem, was passiert ist, ändert es nichts mehr. und dann bleibt manchmal nur noch der schlussstrich.

erst recht nicht, wenn jemand nie mehr wieder kommt.

3 Kommentare 24.11.07 03:41, kommentieren