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mittwoch, 19.12.07, 22.49uhr: uni

oh ja, mal wieder steht weihnachten vor der tür und damit auch der anstehende jahreswechsel. was ist schlimmer?
das jahr hat jetzt noch zehn tage vor sich, und je näher es seinem ende kommt, desto mehr fange ich an, es revue passieren zulassen.

ich kann mich nicht mehr an viele sachen erinnern, aber ich weiss, dass das frühjahr 2007 mir und meinem leben sehr gut getan hat.
abi. was für eine zeit. lernen, organisieren, feiern, spass haben, nochmal lernen und schlaflose nächte voller gedanken über den sinn und die zukunft des eigenen lebens. doch es klappte, alles war gut und der ganze stress hat sich mehr als gelohnt.
endlich habe ich es hinter mich gebracht, die abiparties haben sich also auch gelohnt und ich kann endlich auf eine lange, aber am ende doch schöne schulzeit zurückblicken. parties, schöne frauen und spass bis zum erbrechen, im wahrsten sinne des wortes. und man bekam noch nicht genug.
die welt, in die ich vor knapp eineinhalb jahren geworfen wurde, war eigentlich fremd und dabei doch vertraut. die 13 zu wiederholen gehört zu den dingen im leben die nicht schaden und trotzdem unnötig sind. neue menschen, denen man etwas vorraus hat und gleichzeitig muss man von ihnen lernen.

unter diesen menschen war eine ganz bestimmte person, die mich ein weilchen nach dem abi begleitet hat, mit raus in die mittlerweilen lauen abende. abende am rhein in düsseldorf, bei ihr vor dem haus in meinem auto, nächte bei mir auf der couch. der traum, der mit dem abi anfing, schien weiter zu gehen. wie eine blase, so füllig und dick, und doch so labil, als es auf einmal aus war. das spiel heisst verführen, und wer sich verliebt hat verloren. ich habe verloren, ohne je gespielt zu haben und ich fand mich auf dem warmen boden der tatsachen im wuppertaler sommer 2007.

eine zeit, mit zuviel zeit, fing an, ebenso der regen und der gedanke, dass mein sommerurlaub eigentlich erst noch bevorsteht, verwirrte mich vollends. die paar wochen, die ich glücklich war, sie fehlten mir. aber sonderlich traurig war ich darüber eigentlich nicht, zumindest versuchte ich es mir einzureden. übertriebene gefühle sind heutzutage fehl am platze, alles was zählt ist der moment. wie lang auch immer er gehen mag.
irgendwann sah ich es nicht mehr ein, fertig mit der welt zu sein. denn, als dann in kanada war, erkannte ich, dass meine welt sich ausserhalb deutschlands abspielt, knappe 8000km weiter westlich. hier konnte ich endlich mit den sachen abschliessen, die mich so belasteten. die 40grad im schatten, die wir ab und zu hatten, taten ihr übriges mich auf andere gedanken zu bringen.

zurück kam ich mit einer freude im bauch, meine freunde endlich wieder zu sehen. und wieder bricht eine neue zeit an, endlich kann ich wieder arbeiten gehen, rund um die uhr. und an dingen, die mir sehr am herzen liegen. es tut gut endlich mal wieder kaputt und müde nach hause zu kommen. stress ist es nicht, dafür aber fast schon eine therapie, auch wenns übertrieben ausgedrückt ist. für einige wochen regelt sich mein leben von alleine, bis die uni anfing, dem ziel meiner viel zu langen schulzeit.
unglaublich viele menschen treffen sich hier zusamen, viele standen alleine da und ebenso viele neue freunde gewann man. von nun an ist das leben entweder nur noch chaotisch oder ruhig. dazwischen gibts nichts. abends, wenn man aus der uni geht, wird es auch schon wieder kalt und schneller als man denkt, gefrieren die ersten stellen. meine haut reisst vor kälte und trockenheit an den selben stellen wir im vorjahr auf, was eigentlich ungewöhnlich ist.
vielleicht ist es ja ein zeichen, dass das jahr 2008 ähnlich brisant wird wie 2007. ich hoffe es...

20.12.07 01:53, kommentieren



soundtrack of my life - teil x

robert skoro, ein mann, den niemand kennt, auch ich nicht. ein musiker, der eingängige musik macht, pop- und rockmusik. und zwischendrin, wie so oft, perlen von musik. er hat einen tollen song geschrieben, und selten habe ich mich so in etwas verliebt wie in dieses lied, in line heisst es. unglaublich schön...

der jahreswechsel steht bevor, mal wieder und ich erinnere mich zurück, so knapp 363 tage. da fing ich dieses jahr in ronsdorf an, in mitten vieler leute, fast will ich sagen, sie gehören zu meinem inventar. aber auf eine andere weise. ich sehe sie nicht oft, eher selten, aber doch sind sie alle allgegenwärtig. es gab zeiten, vor allem im sommer, da fühlten wir so eine unbeschwertheit, wenn wir beisammen waren, wie ich es danach so nicht mehr erlebt hatte.
zumindest sah es von aussen so aus. in wirklichkeit hatten all diese leute, mit denen ich so tolle zeiten verbrachte, probleme, die sie nicht verdient hatten. davon abgesehen hätte sie niemand verdient.

ja, ich vermisse sie, diese zeit. so vor drei oder vier jahren muss das gewesen sein. oft habe ich gesagt, ich würde vieles anders machen, wenn man die zeit zurück drehen würde. jetzt würde ich sie zurück drehen, um gewisse zeiten, so wie sie waren, erneut zu durchleben.

aber irgendetwas neues muss her, etwas, was mir den kopf frei macht. anders gesagt: ein tapetenwechsel. oder vielleicht doch nur den duft von damals, von warmer luft, vermengt mit alkohol und blütenfrische und parfum. dazu die stimmen, die stimmung und das lachen all derer, mit denen ich mich so verbunden fühle.
wenn ich könnte, ich würde ihnen alle wünsche erfüllen, das hätten sie verdient. aber wer erfüllt meine wünsche?
welche überhaupt?

willkommen, 2008!

28.12.07 06:04, kommentieren