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montag, der 24. november, 2008

leise knistert sie hin, die zigarette. und nach und nach verpufft sie mehr oder weniger. bis nichts mehr übrig ist, außer einem stinkenden, verseuchten filter. draußen wiederum ist die weiße hölle los. schnee, sturm und schneesturm suchen uns heil. so plötzlich und irgendwie ungewohnt plötzlich, schon fast krass.

um kurz vor zwei uhr nachts gibts grade keinen sturm. schnee rieselt auch keiner. und doch ist es draußen so seltsam hell. kein wunder bei dem ganzen schnee, der alles bedeckt hat.
ich schaue raus. und verliere mich gedanklich in den weiten dieser in diffusem licht eingenebelten nacht...

als ich diesen blog hier anfing kam ich frisch aus einer zeit, die nicht wirklich lang dauerte. aber dafür umso nachtragender war. nach außen hin war man derselbe. aber innen war alles zerstört. allen vorran das herz. es schlug. aber es schlug für niemanden mehr. noch nicht einmal für mich selbst. und die zeit, die folgte, war geprägt von hoffnungsschimmern, schlagenden schicksalen und in einer gewissen weise auch lustlosigkeit.
nach dieser zeit mit dieser person, die eigentlich nur noch einen scherbenhaufen meiner selbst hinterließ, blieb mir letztendlich nichts anderes mehr, als in lustlosigkeit und kälte zu verfallen.

personen kommen und personen gehen. und niemand hat seine spuren hinterlassen, an denen man entlanggehen und sich zurück versetzen könnte, wenn man wollte. ich will kann nicht. und wollen schon lange nicht mehr.

mehr als drei jahre lang haben die personen, die in dieser zeit durch mein leben gingen, getrampelt bis zum gehtnichtmehr. und spuren haben sie trotzdem keine hinterlassen.
was soll man tun, wenn man sich nach mehr im leben sehnt, als nur arbeit, schule und uni? alles pflichten, denen man so oder so nachgeht. mehr oder weniger.

liebe.

drei jahre lang suchen nach einer sache, die man anscheinend nicht mehr kennt. und imbegriff ist, sie grade zu vergessen. das gefühl für ebendiese ist sowieso stumpf geworden. und die suche will nicht enden. besser gesagt, die zeit ohne erfolg will nicht enden.

pünktlich zum ersten neuen schnee nach dem sommer ist die suche zuende. und gewisse geschichten müssten neu geschrieben werden. und viele, viele momente in paradoxer zweisamkeit mit irgendwelchen, trampelnden personen, müssten bereut werden. müssten eigentlich, denn bereuen tue ich nichts mehr.
ich bin dankbar für diese vielen momente der enttäuschung, der angst vor verletzung und des kummers. und nun, wo diese zeit zuende ist, ist mir klar geworden, dass sich das warten gelohnt hat. wobei warten eigentlich falsch ist, denn man weiß nicht und rechnet noch weniger damit, dass auf einmal ein mensch in das eigene leben treten kann, der einen schlußstrich zieht unter eine lange zeit zieht, die voll gestopft war mit nichts.
so leer wie diese nacht.

1 Kommentar 24.11.08 02:21, kommentieren