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Fast schon irreal, dieser Geruch. Oder eher Duft?
Sechs Wochen sind vergangen seit dem letzten Eintrag.
Sechs von Stress, Hetze und Streit geprägte Wochen.
Der Sommer ist schon lange vorbei und mit ihm dieses Gefühl von einer besseren Zeit, einer Zeit auf Pump.

Dieser Geruch, der in dieser Nacht umher geht, er kommt mir vor wie etwas, das mit vorhalten will, wonach ich mich die meiste Zeit meines Lebens sehne. Er erinnert mich an Sommer und Sonne. Da riecht die Luft nachts einfach anders. Einfach besser. Sie riecht nach etwas Schönem. So wie jetzt grade.

Ich muss an einen weit zurück liegenden Traum denken.
"Worin und womit auch auch immer, ich fuhr ganz allein diese Strasse entlang. Fast wie eine Allee, aber mit Bäumen nur zu meiner rechten. Und die Sonne scheinte und es sah nach frühem Abend aus. Ja, die Gegend kenne ich und so flach wie sie ist, soweit ist sie auch von zuhause weg; So weit bin ich von zuhause weg. Sie..., sie wohnt hier. Ich bewege mich weiter auf dieser Strasse entlang. Schier endlos, und gemächlich. Dann stehe ich vor ihrem Haus. Ich kann sie sehen, sie mich aber nicht. Sie scheint nicht zu wissen, dass ich hier bin. Und dann wird mir nach und nach klar, dass es nur ein Traum ist. Ein Traum, aus dem ich raus will, aber nicht kann. Sie wird mir nahezu unter die Nase gehalten. Ich will, und kann nicht. Mehr und mehr schlägt mein Gemüt von anfänglicher Wärme für sie in Trauer und Frust um. Ich will am liebsten sofort aufwachen, weil ich weiss, dass ich etwas sehe, was schon längst vergangen ist..."

So ergeht es mir grade ähnlich. Der Geruch von warmer Luft in Erinnerung an schöne Zeiten, und ich kann nicht weg vor ihm. Zu schön ist das Gefühl etwas zu erkennen, was eigentlich nicht sein dürfte.
Im Gegensatz zu meinem Traum weiß ich aber, dass die nächste schöne Zeit wieder kommen wird. Versprochen!

Puh... ich bin so froh, dass es dich gibt.

1 Kommentar 22.10.09 03:48, kommentieren