17.2.2010

heute war mal wieder nach langer zeit deja-vú-tag. durch zufall habe ich eine alte bekannte aus schultagen wieder getroffen. kurz unterhalten, über dieses und jenes, was denn die uni macht, ob man noch zu den und den leuten kontakt hat.
ja, interessant ist es schon, wie schnell die zeit vergeht. und wie sehr sie menschen verändert.

ich dachte an den nächsten sommer in spe. und an einige vorherige.


der tau, der sich früh morgens auf dem blauen lack meines autos niedergelegt hatte, erinnerte mich jedes mal, wenn ich ihn mal sah, an den winter. warum? niederschlag. niederschlag ist nass. tau ist auch nass. winterlicher niederschlag ist auch noch kalt. doofe assoziation, zumal für heute auch nur 29°c angesagt worden sind.

ich starte den motor, ein diesel direkteinspritzer alter schule. viel drehmoment, aber wenig leistung im unteren drehzahlbereich. ich setze mich in bewegung und mache mich auf den weg zu meiner freundin um sie abzuholen. ja, sie tut mir gut. die zeit, die ich auf der suche war und selber nie gefunden wurde, sie wird von tag zu tag relativiert. und jeder tag mehr in der gegenwart, egalisiert drei schlechte tage der vergangenheit.

heute geht es zur nordsee. ja die nordsee. sie hat mich nie im stich gelassen. sie war immer da, und wenn nicht, nach höchstens sechs stunden war sie wieder da. ich hatte sie vermisst. und ob sie mich vermisst hat? im grunde genommen kennt sie mich am besten. über etliche jahre hinweg hat sie mich gesehen und kennengelernt, wenn es mir schlecht ging. sie kennt sie alle, die geschichten meines lebens. und wenn ich bei ihr bin, erinnere ich mich gerne und ehrfürchtig an das, was einmal war. aber auch wenn alles gut war, so wie heute, dann war ich bei ihr, bei meinem geliebten meer.

und ich dachte immer wieder unwillkürlich daran, dass ich ihr und mir versprochen hatte, menschen aus meiner welt mitzubringen. menschen, oder auch freunde genannt, denen man nicht nur sein leben anvertrauen würde, sondern es auch tut. ja, es fehlt mir, diese unbeschwertheit von damals, als wir unser aller volljährigkeit mit sangria und gegrillter bratwurst im garten bis tief in die nacht feierten.

der wagen liegt straff auf der autobahn; ich hatte vor reiseantritt den luftdruck in den reifen um 0,3 bar erhöht zur schonung des tankinhalts und zur besseren beherrschbarkeit bei hohen geschwindigkeiten.


die zeit rennt uns davon. wieso lassen wir nicht endlich den wunsch in erfüllung gehen, hinter dem wir schon seit bald vier jahren her sind? wir sollten mehr rücksicht auf uns nehmen. denn die zeit tut es nicht.


ich klappte die sonnenblende herunter, denn sie schien mir genau ins gesicht. und da war sie wieder, diese wärme auf der haut, die man da ganze jahr über nicht vergisst. so oft ich dieses gefühl hatte, so oft wünschte ich mir, dieses teilen zu können mit sovielen meiner freunden wir nur irgendwie möglich.

17.2.10 03:49

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