24480 stunden, 1020 tage, 57,6 monate, 2,8 jahre, regen und meer...

nach über zwei einhalb jahren bin ich an den ort zurück gekehrt, der mich indirekt zu dem gemacht hat, was ich heute eigentlich bin. diese sache mit dem schreiben und auch mit dem blog begann in dieser kleinen stadt in niedersachsen, im oldenburgischen münsterland, nach diesen zwei einhalb jahren schöneren denn je, 29 grad warmen, nahezu wolkenlosen juliabend. juli. endlich hat deren lied regen und meer seine berechtigung...


...
und dann verlass ich deine stadt
ich seh zurück und fühl mich schwer weil grade angefangen hat
was du nicht willst und ich zu sehr
ich bin der regen
und du bist das meer
...


das erste mal war ich am 15.6.2002 in cappeln, so heisst der ort. es war fußball-wm, es war sommer, und es war vieles in ordnung und noch viel mehr spannend. in den zügen durfte man rauchen, die sonne schien, es war schön warm. der gedanke irgendwann mal öfter dort zu sein gefiel mir. und es war sommer. ich habe cloppenburg und cappeln damals neu kennen gelernt, und beides gefiel mir ebenfalls sehr, aber wahrscheinlich nur wegen meiner mittlerweile exfreundin, die ich heute, wenn auch nur kurz, wieder gesehen habe.

ihr wohnort erinnerte mich sehr an damals, in diesem schönen abendlicht. viele ecken, hecken und bäume habe ich nach langer zeit wieder gesehen und wieder erkannt. habe daran gedacht, dass ich oft an diesem baum vorbei gefahren und gegangen bin, an dieser hecke entlang und so weiter. wahrscheinlich deswegen kam mir dieser ort vor wie eine leere hülle. das letzte mal war ich 17 und in einer beziehung, die auch kurze zeit später zuende war, als ich in cappeln war. ein verzerrtes bild. auf der einen seite bin ich noch der von damals, auf der anderen seite bin ich der von jetzt. ein schmerzhaftes, schönes, beklemmendes gefühl, ein gefühl, kurz davor zu sein zu sterben, das erste mal als ein anderer hier zu sein, der man damals war.


ich hab gedacht ich kann es schaffen es zu lassen
doch es geht nicht...

4.7.06 01:55

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


andy / Website (6.7.06 22:16)
Zu sterben, aber nicht tot genug, um hinfort zu sein. Müde, aber vollkommen wach. Betrunken und doch so klar. Allwissend und doch so dumm.

Wahre Emotionen können so viel über eine Person sagen, dass du selbst nach hunderten von intimen Gesprächen die Person nicht ansatzweise kennen kannst. Und wie steht es mit einem selber? Hat man schon einmal intim mit sich selbst gesprochen und wenn ja, kennt man sich jetzt?

Lieber Alex, mein Urlaub wurde dank des Erreichen des Halbfinales auf Montag verlegt. Doch auch die Insel wurde gewechselt, jetzt ist es Borkum. Sehr günstige Verhältnisse. Aber bin mal gespannt, ob ich es schaffe, mit mir selbst zu reden, während ich dann schließlich da oben verweile ...

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